Chiang Mai

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Die „Rose des Nordens“, wie die Stadt auch genannt wird, liegt malerisch am Ping-Fluss und ist umgeben von der schönen Landschaft des Nordens. Knapp 140.000 Einwohner leben hier, ein Zentrum des Kunsthandwerks und einer von Mauern und einem Wassergraben umgebenen Altstadt. Nahezu 200 Tempel gibt es hier. In der Umgebung gibt es noch die traditionellen Dörfer der Bergstämme, nicht weit entfernt ist der Doi Inthanon, mit 2565 m höchster Berg Thailands.

Chiang Mai erreicht man von Bangkok mit der Eisenbahn in etwa 12 bis 14 Stunden. Empfehlenswert sind Nachtzüge, die haben 1. Klasse Schlafwagen mit 2-Bett-Abteilen und die 2. Klasse Wagen mit offenen Sitz-/Liegeplätzen. Die Preise beginnen bei €25.

Chiang Mai wurde 1296 von König Mangrai als Hauptstadt des Lanna Reichs gegründet, 1556 unterwarf sich das Reich den Burmesen und erst 1775 kam die Stadt unter General Taksin wieder zu Thailand. Erste christliche Missionare kamen 1867 nach Chiang Mai, einer der ersten war Daniel McGilvary aus North Carolina, der auch die Moderne in die Stadt brachte. Er war mit seiner Familie nach Chiang Mai gezogen und gründete dort die erste protestantische Missionsstation außerhalb von Bangkok. Bis 1890 war er dort der (inoffizielle) Leiter der „Laos-Mission“ und spielte eine führende Rolle bei der Erlangung von Bürgerrechten der nordthailändischen Konvertiten (Proklamation der religiösen Toleranz). Auch die Einführung westlicher Medizin wird ihm zugeschrieben. Probleme mit den Missionaren zwang die Regierung in Bangkok gegen Ende des 19. Jahrhunderts, den Norden des Landes und so auch Chiang Mai besser zu kontrollieren. Schon 1921 gab es eine Eisenbahnverbindung und integrierte Chiang Mai in das bis 1949 genannte Siam.

Das Quadrat der Altstadt hat mehrere Tore aus Backstein, im Norden ist das Pratu Chang Phueak, im Osten das Tha Phae Gate in einem beeindruckenden Teil der Mauer. Das Pratu Chiang Mai ist das Tor im Süden. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde um 1800 erneuert und zwischen 1966 und 69 restauriert. Im Westen führt das das Pratu Suan Dok in die Altstadt. An allen vier Ecken der nur noch in Teilen erhaltenen Stadtmauer sind Zitadellen, die nordwestliche Chaeng Hua Lin, wohl gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Die nordöstliche Ecke beherrscht das Fort Sri-poom, das bei einem Feuer in den 50er Jahren zerstört wurde und inzwischen rekonstruiert ist. Die Ruinen des Fort of Ka-tham sind an der südöstlichen Ecke, ganz im Südosten das Fort of Ku-Ruang, was bedeutet, die Form ist Stupa ähnlich und mit der Asche einer Person mit Namen Ruang. Die Befestigungsanlagen stammen aus der Zeit von König Mangrai, der Graben und Mauer bauen ließ, um die Stadt vor den Burmesen zu schützen.


Wat Chedi Luang

Chiang Mai Thailand Map
Wat Chedi Luang Chiang Mai

Im Zentrum der Altstadt befindet sich mit einer Höhe von 98 Metern und einem Durchmesser von 54 Metern der größte Chedi von Chiang Mai. Er stammt aus dem Jahr 1481, wurde nach einem Erdbeben 1545 erneuert, jedoch fehlt ein Teil der Kuppel. Mit Hilfe der UNESCO und Japans wurde er in den neunziger Jahren restauriert. Seit 1995 wird hier eine Kopie des Smaragd-Buddhas Phra Phut Chaloem Sirirat (Phra Yok) aus schwarzer Jade aufbewahrt, der kurz nach dem Erdbeben 1551 nach Luang Prabang in Laos verbracht worden war. Auf seinen Stufen hat der Wat Chedi Luang Steinelefanten und links neben dem Haupteingang wird in einem kleinen Gebäude die Stadtsäule verwahrt. Nach einer Legende schützt der Baum, der der Säule am nächsten steht, die Stadt. Auf dem Gelände des Tempels befindet sich auch die buddhistische Universität (Lanna Campus). Geöffnet ist Chedi Luang von 07:00 bis 22:00 Uhr. Eintritt 50 Baht.


Wat Sri Suphan

Etwa 200 Meter südlich der Altstadt von Chiang Mai ist der Silbertempel im Bezirk der Silberschmiede. Das für einen Tempel verwendete Material Silber macht ihn einzigartig. Der Ubosot (Ordinationshalle) ist komplett mit einer Schicht Silber überzogen, welches gleich um die Ecke von den Schmieden geformt wurde. Für die Dekoration der übrigen Heiligtümer wurde Aluminium anstelle von reinem Silber verwendet. Innerhalb des Heiligtums besteht jede geschnitzte Wand aus den Geschichten von Buddha und der buddhistischen Lehre. Anderseits sind die Außenwände des Heiligtums Symbole des Nationalinstituts, der Religion und der königlichen Familie. Der Wat dient auch der Erhaltung der Tradition der Wua Lai Gemeinschaft (Silberschule). Der Wat Sri Suphan wurde 1502 während der Regierungszeit von König Mueang Kaeo im Lanna-Stil erbaut. Die Ordinationshalle entstand 1509. Nur wenige Überreste des ursprünglichen Tempels mit Ausnahme der Grenzsteine um den Ubosot sind noch erhalten. 2008 wurden mit Renovierungsarbeiten begonnen und sind inzwischen abgeschlossen. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn man zum Saturday Market vom Chiang Mai Gate zunächst die vielen Verkaufsstände an der Wualai Road besucht - und am Ende den beeindruckenden Silber-Tempel erreicht.

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Wat Buppharam

Wat Buppharam Chiang Mai

Das Wat im Osten der historischen Altstadt steht an der Stelle, an der der General Chao Kavila 1797 (späterer Herrscher von Chian Mai) eine rituelle Umrundung der Stadt durchführte, um sie nach einer längeren Periode burmesischer Herrschaft zurückzuerobern.

Wat Buppharam Chiang Mai Thailand

Vor seinem Besuch wurde der Ort lange Zeit als Tempel genutzt, vermutlich schon um 1497. Die meisten der heutigen Gebäude wurden allerdings im 19. Jahrhundert oder später rekonstruiert. Das älteste Bauwerk von architektonischem Interesse ist der kleine Viharn (Versammlungssaal), im Stile der Lanna-Architektur. Der Giebel dieses kleinen Gebäudes ist mit kunstvoll geschnitzten Holztäfelungen verziert, die mit farbigen Glaseinlagen überzogen und mit Stuck verziert sind. Das im gesamten Viharn verwendete Teak ist möglicherweise älter als der letzte Umbau und stammt möglicherweise aus dem 17. Jahrhundert. Dahinter, im Süden, befindet sich ein Chedi im burmesischen Stil, der 1958 wieder aufgebaut wurde. Eintritt 20 Baht.


Wat Phra That Doi Suthep

Etwa 14 Kilometer westlich der Stadt befindet sich das Wahrzeichen von Chiang Mai, eine Tempelanlage an den Hängen des Doi Suthep Gebirge und dem gleichnamigen Nationalpark. Eine mit Schlangenelementen (Nagas) verzierte Treppe aus dem 16. Jahrhundert führt 306 Stufen hinauf, wo man zunächst eine Terrasse mit Schreinen und Statuen erreicht, ein Aussichtspunkt für den beeindruckenden Blick auf Chiang Mai. Zum Goldenen Chedi führt eine weitere Treppe, der mit in der Sonne schimmernden Kupferplatten verziert ist. Um ihn zu erkunden, geht man in seinem Innern den Wandelgang, der mit Wandmalereien verziert ist.


Der Wat Doi Suthep wurde von König Kue Na, dem Herrscher von Chiang Mai in Auftrag gegeben. Dieser war zwischen 1355 und 1385 der 6. König der Mangrai-Dynastie im Lanna Reich. Nach einer Legende wurde er zum Tempelbau überredet, nachdem ihm der Mönch Sumana eine Knochenreliquie von Buddha gegeben hatte. Diese brach jedoch in zwei Teile, und da diese nicht an einem einzigen Ort aufbewahrt werden sollten, machte sich der König auf eine lange Suche nach einem geeigneten Platz für den Tempel. Schließlich ließ er einen Elefanten entscheiden. Der Elefant zog durch den Dschungel, bis er den Gipfel des Doi Suthep erreichte und der König 1386 den Bau des Heiligtums an dieser Stelle anordnete. Im Vorhof des Tempels sieht man den weißen Elefanten als Statue. Dort sind auch mehrere Reihen kleiner Glocken. Erst seit 1935 gibt es eine Straße und einen Parkplatz, mittlerweile sogar eine Cable Car.


Wat Doi Suthep ist geöffnet täglich von 06:00 bis 20:00 Uhr. Da an den Wochenenden sehr viele Pilger dorthin unterwegs sind, empfiehlt sich der Besuch Wochentags. Man kann in Chiang Mai einen Motorroller mieten oder als öffentliches Verkehrsmittel Songthaews (ab dem Zoo für 50 Baht) benutzen, die bis hinauf zum Tempel fahren.


Wat Chaing Man

In der Nordostecke der Altstadt steht der älteste Tempel der Stadt. Er stammt aus dem Jahr 1296, angeblich lebte zeitweise hier König Mangrai. Das älteste Gebäude hier ist der Chang Lom Chedi, dessen Architektur wohl aus Sri Lanka oder Bagan/Myanmar stammen könnte. Der Chedi wird geziert von fünfzehn Pfeilern als Elefanten. Der Tempel ist im Besitz eines der wertvollsten Kunstwerke in Thailand, ein Buddha-Bild (Phra Sae Tang Kamani - Kristall Buddha). Unbekannt ist, aus welcher Zeit dieses Bild stammt, zum ersten Mal erwähnt wurde es 1296, als es von König Mangrai nach Chiang Mai gebracht wurde. Ein anderer berühmter Buddha ist der Stein Buddha (Phra Sila), der wohl um 900 n. Chr. in Indien gefertigt wurde. In der Nähe der Tür zur Ordinationshalle (Ubosot) befindet sich eine Inschrift aus dem Jahr 1581, auf der über die Geschichte der Stadt berichtet wird und Spender des Tempels aufgelistet sind.

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Wat Chai Mongkhon

Geöffnet von 09:00 bis 17:00 Uhr

Errichtet wurde der Tempel nahe dem Fluss Mae Nam Ping von einem Mönch mit Namen Na Issaro aus Ceylon gegen Ende des 19. Jahrhunderts, um dort Reliquien von Buddha zu beherbergen. Am Ufer hinter dem Tempel befindet sich Mae Ping River Cruise, die Bootsfahrten anbietet. Diese führen zu Dörfern und Reisfeldern in der Umgebung. (Geöffnet von 09:00 bis 17:00 Uhr) Ab 18:30 gibt es eine 90 minütige Dinner Cruise.

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Wat Umong

Geöffnet täglich von 06:00 bis 17:00 Uhr, Eintritt frei.

Der „Tempel des Waldes“ westlich der Stadt und des Flughafens am Fuße des Doi Suthep ist ein einem bewaldeten Park, umgeben von kleinen Seen, „Wisdom Trees“, Bäume mit Sinnsprüchen und einem kleinen Zoo. König Manglai aus der Lanna Dynastie ließ Wat Umong im Jahr 1297 erbauen. Fast höhlenartig sind die Wandelgänge der Pagode, einzigartig das Tunnelsystem. Eine Reihe dieser aus Backsteinmauern gebauten Tunnel enthalten Schreine mit Buddha-Figuren und Wandmalereien. Im 16. Jahrhundert wurde der Tempel verlassen und geriet in Vergessenheit. Erst 1948 restauriert und als Zentrum für Meditation wiedereröffnet.

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Wat Ku Tao

Vom Elephant Gate (Chang Phuak Gate) im Norden der Altstadt sind es etwa 1,2 km Fußweg zu dem melonenförmig geformten Tempel Wat Ku Tao. Sein Name ist abgeleitet von dem nordthailändischen Wort Tao, Melone. Der Tempel ist geschmückt mit bunten Porzellantafeln. Der Chedi hat ein unverwechselbares Aussehen, er ist im chinesischen Yunnan-Stil erbaut, inspiriert von Händlern aus China. Er stammt aus dem Jahr 1613.


Einkaufen

Einkaufen in Chiang Mai

Chiang Mai ist die Stadt der Märkte. Wer hier ein paar Tage verweilt, wird sich bald die Frage stellen, wer das alles kaufen soll und ob diese Art von Verkauf für die Händler einträglich ist. Bald stellt man fest, große Unterschiede beim Angebot auf den Märkten gibt es nicht. Das trifft eher auf deren Größe zu. Der Samstag-Markt ist der größte, gefolgt vom Markt am Sonntag. Daneben gibt es zahlreiche Nachtmärkte. Vor Einbruch der Dunkelheit beginnt das Aufbauen der Stände, eine sich täglich wiederholende Arbeit. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt das Gedränge der Besucher. Preiswerter als Bangkok sind die Märkte in Chiang Mai auf jeden Fall.

Ein täglich geöffneter Nachtmarkt außerhalb des historischen Stadtzentrums befindet sich etwa 1 Kilometer östlich vom Tha Pae Gate. Der Chiang Mai Night Bazaar ist täglich von 17:00 bis 24:00 Uhr geöffnet.


Ebenfalls täglich geöffnet und in riesigen Hallen sind der Waworot Market (täglich von 05:00 bis 23:00 Uhr) und der durch eine Fußgängerbrücke verbundene Ton Lam Yai Market (täglich 24 Stunden geöffnet). nahe dem Ostufer des Mae Nam Ping. (Map)


Der Sonntagsmarkt von Chiang Mai erstreckt sich vom Tha Pae Tor im Osten der Altstadt entlang der Ratchadamnoen Road. Die Straßen in diesem Bereich sind mit einer großen Auswahl an Essensständen und Restaurants gefüllt. Lokale Musiker zeigen jeden Sonntagabend ihr Programm.



San Kamphaeng Hot Springs

Geöffnet von 08:00 bis 21:00 Uhr, Eintritt 100 Baht.

Etwa 35 km östlich von Chiang Mai sind die San Kamphaeng Hot Springs in einer von Hügeln umgebenen Landschaft. Die Geysire schleudern das Wasser bis zu 20 Meter in die Luft, es ist reich an Mineralien, insbesondere an Schwefel, und es gibt Wasserbecken zum Baden oder nur um die Füße einzutauchen. An den zahlreichen Hütten werden Eier verkauft, die man in den bis zu 100°C heißen Quellen kochen kann. Im Park befindet sich ein Spa (Eintritt 100 Baht) und Unterkünfte (Bungalow oder Zelt).

San Kamphaeng Hot Springs Thailand
San Kamphaeng Hot Springs Thailand
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