Nakhon Pathom

Ao Manao Map

58 km von Bangkok

Nakhon Pathom gilt als eine der ältesten Städte Thailands und liegt westlich von Bangkok. Sie gilt historisch als die Wiege des Buddhismus im Land, da von hier aus ab dem 6. Jahrhundert im einstigen Mon-Königreich Dvaravati der Buddhismus in der Region verbreitet wurde. Die Zugfahrt nach Nakhon Pathom von Bangkok ist unkompliziert, preiswert, bietet schöne Ausblicke auf das Umland und dauert nur knapp 90 Minuten.

Am Bahnhof angekommen sieht man bereits den großen Stupa von Wat Phra Pathom Chedi, dem Wahrzeichen der Stadt und mit über 120 Metern Höhe die höchste buddhistische Chedi der Welt.

Nakhon Pathom Phra Pathom Chedi

Der Name Phra Pathom Chedi bedeutet übersetzt „Die erste heilige Stupa“. Der Ursprung reicht bis in die Antike zurück. Überlieferungen zufolge schickte der indische Kaiser Ashoka im 3. Jahrhundert v. Chr. Mönche nach Suvarnabhumi (Südostasien), wo eine erste Stupa im indischen Sanchi-Stil errichtet wurde. Archäologisch nachgewiesen ist die Stupa als zentraler Haupttempel der Mon-Kultur im Dvaravati-Königreich (ca. 6. bis 8. Jahrhundert). Die ursprüngliche Chedi mit ihrer einzigartigen Stupa-Form in Form einer umgedrehten Schale war 39 Meter hoch und ähnelte stilistisch der Sanchi Chedi in Indien. Als das Gebiet unter den Einfluss des Khmer-Reiches geriet (im 11. bis 13. Jahrhunder), wurde die Stupa umgebaut und erhielt die typische Form eines Khmer-Prangs (einem turmartigen Heiligtum). Später geriet die Stadt Nakhon Pathom zeitweise in Vergessenheit und der Tempel verfiel im Dschungel. Während seiner Zeit als Mönch entdeckte der spätere König Mongkut (Rama IV.) im Jahr 1831 die alten Überreste.Als er 1851 den Thron bestieg, ordnete er an, eine gewaltige neue Stupa direkt über das verfallene Bauwerk zu errichten. Das ursprüngliche Monument befindet sich somit bis heute im Inneren des riesigen Bauwerks. Die Bauarbeiten dauerten fast 17 Jahre. und wurden um 1870 vollendet. Die Höhe vom Boden bis zur Spitze beträgt beeindruckende 120,45 Meter, der Durchmesser am Sockel 233,50 Meter. Der kreisförmige Aussenhof, der die Chedi umgibt, in vier Viharns (Hallen) unterteilt, die Buddha-Darstellungen in verschiedenen Posen beherbergen.