
Gurdwara Sikh Tempel
Geöffnet täglich von 06:00 bis 18:00 Uhr
Der Siri Guru Singh Sabha Gurdwara Tempel im Viertel Phahurat (Bangkoks „Little India“) ist das bedeutendste religiöse und kulturelle Zentrum der Sikh-Gemeinschaft in Thailand. Diese hatte schon 1913 hier ihren ersten Versammlungsort gegründet. Das heutige, unverkennbare Gebäude mit seinen markanten goldenen Kuppeln wurde zwischen
1979 und 1981 errichtet, um der wachsenden Gemeinde ausreichend Platz zu bieten. Das sechsstöckige Gebäude zählt zu den größten Gurdwaras außerhalb Indiens und bildet das weithin sichtbare Herzstück des indischen Viertels Phahurat. (Map)

Die ersten Sikhs waren Ende des 19. Jahrhunderts (ab ca. 1884) aus dem Punjab nach Siam ausgewandert. Sie stammten aus der Gegend im Nordwesten Britisch-Indiens (dem heutigen Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan). Sie arbeiteten zunächst im Handel (besonders mit Textilien) sowie im Bergbau oder beim Eisenbahnbau. Heute umfasst die Thai-Sikh-Gemeinschaft schätzungsweise 70.000 bis 100.000 Menschen, die hervorragend in die thailändische Gesellschaft integriert sind und enge Verbindungen zum Königshaus pflegen.
Täglich wird im Tempel eine kostenlose, vegetarische Mahlzeit zubereitet und an jeden Besucher ausgegeben – unabhängig von Religion, Herkunft oder Status.
Schultern und Knie müssen beim Besuch bedeckt sein. Zudem muss vor dem Betreten des Gebetsraums der Kopf mit einem Tuch abgedeckt werden (Tücher und Kopfbedeckung gibt es am Eingang). Und vor dem Betreten des Tempels werden die Schuhe an der Garderobe abgegeben.

Little India
Direkt nördlich angrenzend an das belebte Chinatown ist hier das kulturelle, religiöse und wirtschaftliche Zentrum der indischen Diaspora in Thailand. Der restaurierte Kanal Khlong Ong Ang trennt Phahurat von Chinatown. An den Wochenendabenden verwandelt sich die Uferpromenade in eine Fußgängerzone mit Straßenkunst, Live-Musik, Kanuverleih und einer bunten Mischung aus indischem und thailändischem Streetfood.
Während der Regierungszeit von König Taksin (1768–1782) ließen sich an dieser Stelle zunächst vietnamesische Einwanderer (Annamiten) nieder. Im Jahr 1898 zerstörte ein verheerender Brand das gesamte Viertel. König Chulalongkorn (Rama V.) nutzte den Freiraum, um eine neue Straße anzulegen. Er benannte sie „Phahurat“ (damals Bahurada) zum Gedenken an seine jung verstorbene Tochter, Prinzessin Bahurada Manimaya. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wanderten vermehrt indische Kaufleute – allen voran Angehörige der Sikh-Gemeinschaft aus dem Pandschab sowie hinduistische und muslimische Händler – nach Siam aus. Sie ließen sich entlang der neuen Phahurat Road nieder und bauten dort ein florierendes Textil- und Stoffhandelszentrum auf. Der Phahurat-Markt erstreckt sich durch enge Gassen und überbaute Passagen. Das Viertel ist weltbekannt für seine gigantische Auswahl an Stoffen, Seide, traditioneller indischer Kleidung (wie Saris und Kurta) sowie Gewürzen, Tees und indischen Süßwaren (Mithai).


















