Dorfkirche Schöneberg

Dorfkirche Schöneberg
Dorfkirche Schöneberg in Berlin

Die Geschichte von Schöneberg und der kleinen Dorfkirche reicht zurück bis in das Mittelalter. Erstmals namentlich erwähnt wurde Schöneberg am 3. November 1264 unter der Bezeichnung „Sconenberch“, damals noch ein breites Straßendorf. Die Kirche wurde urkundlich 1375 im Landbuch für die Mark Brandenburg unter dem römisch-deutschen Kaiser Karl IV. (*14.05.1316 in Prag - †29.11.1378 in Prag) genannt. 


Der heutige Berliner Stadtteil wurde wohl Anfang des 13. Jahrhunderts als Straßendorf von deutschen Siedlern gegründet. 1539 wurde sie als kurfürstliche Patronatskirche genannt. Aus dieser Zeit erhalten blieb nur eine Sandsteinplatte an der Südwand der Kirche, die dem 1718 verstorbenen königlichen Hoftapezierer Thomas Feger (*1643, †1718) gewidmet ist. Die Dorfkirche besitzt noch ihren alten Kirchhof, auf dem die älteste Grabplatte aus dem Jahr 1718 stammt. Weiterhin gibt es prunkvolle Mausoleen. Bestattet ist hier u.a. der deutsche Architekt des Historismus, Franz Heinrich Schwechten (*12.08.1841, †11.08.1924),  und der Theologe und Historiker Ferdinand Ludwig Frege (*06.07.1804 in Berlin - †06.07.1883). 

Auf dem Gelände  an der Mauer der Dorfkirche Schöneberg befindet sich eine Stele, an ein einen Flugzeugabsturz am 17. Februar 1953 erinnert. Am Nachmittag des 17. Februar 1953 stürzte ein französisches Militärflugzeug vom Typ Dassault MD 315 Flamant mitten in das dicht besiedelte Schöneberg. Die Maschine war auf dem Weg vom Flughafen Tegel nach Baden-Baden. Direkt neben der Dorfkirche, Hauptstraße 43, fiel das Flugzeug in ein Wohnhaus, sieben Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.